Jugendgemeinderäte diskutieren über ideales Jugendhaus
Wie sieht ein ideales Jugendhaus aus der Sicht von Jugendlichen aus? Mit
dieser Frage und ihren künftigen Projekten für die zweite Hälfte
ihrer Amtszeit haben sich die Kehler Jugendgemeinderäte bei einer zweitägigen
Klausurtagung zusammen mit Kerstin Faschon vom städtischen Hauptamt
befasst.
Dabei ging es auch um die Jugendkonzeption für Kehl. Die Jugendgemeinderäte
überlegten gemeinsam und mit Moderator Cornel Happe vom städtischen
Sozialamt, was sie an den bestehenden Jugendhäusern gut und was sie
weniger gut finden. Auf diese Weise umrissen sie auch ihre Idealvorstellungen
von einem Jugendhaus: Die Räume sollten nach den Vorstellungen der
jungen Räte nicht nur einladend aussehen und eingerichtet sein, sie
sollten auch ein Bistro, verschiedene Beratungsstellen, ein Internet-Café
und Proberäume für Bands umfassen. Auch ein schönes Außengelände
mit Sport- und Sitzmöglichkeiten gehört ihrer Ansicht nach zu
einem perfekten Jugendhaus. Ein Arbeitskreis des Jugendgemeinderates ging
noch bei der Klausurtagung daran, Pläne zu schmieden, wie ein Raum
im Haus der Jugend mit geringen finanziellen Mitteln nach dem Geschmack
der Jugendlichen umgestaltet werden könnte.
Außerdem legte das Gremium die Projekte fest, die im zweiten Amtsjahr
umgesetzt werden sollen: Beim Weihnachtsfestival wird der Jugendgemeinderat
wieder einen Verkaufsstand betreiben
und die Erlöse dem Weißen Ring zur Verfügung stellen. Die
jungen Räte möchten einen Karaoke-Abend mit Gesangswettbewerb
organisieren, es soll aber auch außer Konkurrenz singen dürfen,
wer Lust dazu hat. Auch ein Sportturnier will der Jugendgemeinderat im nächsten
Jahr wieder veranstalten und die Osteraktion Send a bunny wiederholen,
an der in den vergangenen zwei Jahren viele Schülerinnen und Schüler
teilgenommen haben. Gemeinsam mit dem Stadtjugendring werden die jungen
Räte den Talentwettbewerb Kehl on Stage organisieren. Eine
Informationsveranstaltung von Kindern und Jugendlichen über Mobbing
rundet das Arbeitsprogramm des Gremiums ab.
Nach fünf Jahren hat Serkan Özer das Amt des Sprechers des Jugendgemeinderates
abgegeben. Er bleibt Mitglied des Gremiums, hat aber, weil er eine Ausbildung
macht, weniger Zeit. Jetzt vertritt ein Dreiergremium den Jugendgemeinderat
nach außen: Zu Maruschka Mougel wählten die jungen Räte
noch Cagla Aras und Nico Fallert.